intuitiv richtig – Psychologische Beratung
Dr. phil. Peter Flury-Kleubler, Psychologe FSP, Einzel- und Paarberatung, St. Gallen

 

Wie wirkt psychologische Beratung?

Psychologische Beratung wirkt, indem sie neue Erfahrungen ermöglicht. Diese neuen Erfahrungen wiederum verändern Verknüpfungen im Gehirn und damit die Art und Weise, wie wir mit künftigen Situationen umgehen.

Ich gebe Ihnen hier einen Überblick über ein paar wirksame Werkzeuge:


Stärken, was funktioniert

Statt sich auf die Probleme zu konzentrieren, mit denen jemand nicht zurecht kommt, ist es hilfreich, die Aufmerksamkeit auf die Situationen zu richten, in denen ein Problem nicht da ist. Auch wenn ein Problem jemanden häufig oder fast ständig quält, gibt es Ausnahmen, Situationen, in denen etwas anders ist und gut funktioniert.

Die lösungsorientierte systemische Therapie will stärken, was bereits funktioniert, damit es in Zukunft häufiger funktioniert. Das dahinter stehende Prinzip ist die Ressourcenorientierung, das bereits vorhandene Ressourcen der Klienten in den Vordergrund stellt und stärkt.

  

Korrigierende Erfahrung statt Retraumatisierung

In aller Tiefe wieder in traumatisierende Erinnerungen einzusteigen, wie das in der Psychotherapie lange Zeit üblich war, birgt die Gefahr der Retraumatisierung.

Heute steht eine schonendere und wirksamere Arbeitsweise im Vordergrund: Vor der Bearbeitung traumatisierender Erfahrungen werden die personalen Ressourcen gestärkt. Traumatisierende Erinnerungen werden dann sorgfältig dosiert aktiviert und mit neuen Ressourcenerfahrungen verknüpft. So kommt es zu einer korrigierenden Erfahrung.

 

Achtsamkeit stärken

Indem die achtsame Selbstwahrnehmung von Klienten gefördert wird, werden diese befähigt, ihre eigene Lebenserfahrung stärker zu nutzen.

Im Grunde weiß jeder Mensch, was ihm gut tut und was ihm schadet. Indem die achtsame Selbstwahrnehmung trainiert wird, vermag jemand früher zu erkennen, ob ihm eine Situation gut tut oder nicht. So erhält jemand mehr Möglichkeiten zur Selbststeuerung, um die Chancen des Lebens besser zu nutzen und Verletzungen zu vermeiden.

 

Das eigene Selbst stärken

Die Stärkung der Achtsamkeit auf den verschiedenen Ebenen des Bewusstseins (Wahrnehmung der eigenen Körperempfindungen, Emotionen, Gedanken und Impulse) stärkt das eigene Selbst. Damit wird jemand auch unabhängiger von der Bestärkung durch andere.

 

Integration stärken

Zur Stärkung des Selbst gehört neben der Integration der verschiedenen Bewusstseinsebenen (Körperempfindungen, Emotionen, Gedanken und Impulse) auch die Verknüpfung der Erinnerungen aus verschiedenen Lebenszeiten. Diese biografische Integration ermöglicht es, abgespaltene Teile des Selbst sich wieder zu eigen zu machen und ganz zu werden.

 

Basis für körperliches Wohlbefinden stärken

Eine zentrale Grundlage körperlichen und damit auch psychischen Wohlbefindens ist Bewegung. Wohldosierte körperliche Aktivität schafft den Boden für psychische Gesundheit.

Eine wichtige Basis körperlichen und psychischen Wohlbefindens ist die Erfahrung, das eigene Befinden selbst beeinflussen zu können. Besonders eindrücklich ist dies über den Atem möglich. Durch gezieltes Einatmen lässt sich das Aktivierungsniveau des Organismus erhöhen – hin zu hoher Lebendigkeit und darüber hinaus bis zum Hyperventilieren. Durch gezieltes Ausatmen lässt es sich senken – bis hin zum Einschlafen. Die Erfahrung, über das Atmen die eigene Befindlichkeit steuern zu können ist eine starke Erfahrung von Selbstwirksamkeit.

 

Umlenkung: Schädigende durch wohltuende Muster ablösen

Manche von selbst in uns ablaufende Verhaltens-, Reaktions- und Denkmuster schaden uns oder anderen. Sie fügen uns oder anderen Leiden zu.

Wir können diese Muster nicht einfach abstellen. Unser Gehirn verfügt nicht über die Möglichkeit, gezielt einzelne Gedächtnisinhalte zu löschen.

Hingegen führt Dauerstress durch die Ausschüttung von Cortisol ziellos zur Schwächung von Gedächtnisinhalten. Dem fallen auch Inhalte zum Opfer, die uns gut tun. Wir verlieren Ressourcen und Kompetenzen.

Eine wirksame Möglichkeit, gezielt bestimmten selbstschädigenden Verhaltens-, Reaktions- und Denkmustern ihre Macht über uns zu nehmen, besteht darin, etwas zu tun und zu denken, das uns gut tut. Dadurch tritt das in den Hintergrund, was uns bestimmen würde, wenn wir unseren Fokus nicht umlenken würden.

Ich nenne dies Umlenkung im Unterschied zu Ablenkung. Umlenkung ist eine gezielte Zuwendung zu etwas Wohltuendem. Wenn wir mit Beharrlichkeit, sobald wir das Auftreten selbstschädigender Muster erkennen, uns etwas Wohltuendem zuwenden, üben wir diese wohltuenden Muster ein. Je öfter wir das tun, desto häufiger wird das Gehirn automatisch diese Muster aktivieren.

 

Mein Angebot deckt ein breites Spektrum an Lebensthemen ab.

 

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Dr. phil. Peter Flury-Kleubler, Psychologe FSP, Einzel- und Paarberatung, St. Gallen