Verhüllt

 

In unserer Gesellschaft besteht ein immenses Interesse am nackten Körper. So gelten etwa ein Drittel aller Website-Inhalte als Pornografie. Gleichzeitig löst öffentliche Nacktheit vielerorts lautstarkes Entsetzen aus – seien es männliche Nacktwanderer, die Aktionen von Milo Moiré oder der Aufschrei, wenn Emma Watson Feministin ist und stolz ihre Brüste zeigt.

 

Was an Bildern im Web gezeigt wird, ist überwiegend von menschlicher Verbundenheit abgeschnitten. Und es sind häufig vom natürlichen Bedürfnis nach geschlechtlicher Vereinigung selbstbestimmter erwachsener Menschen abweichende Formen von Sexualität.

 

Dass unschuldige natürliche Nacktheit in unserer Gesellschaft kaum Platz hat, schafft einen Boden für Neigungen und Verhaltensweisen, welche Leiden verursachen. Dabei gäbe es ein Bedürfnis nach einem scham- und schuldfreien Verhältnis zum eigenen Körper, auch und gerade in Gegenwart anderer.

 

 

intuitiv richtig – Psychologische Beratung

Dr. phil. Peter Flury-Kleubler, Psychologe FSP, Einzel- und Paarberatung, St. Gallen