Schlüsselbegriffe kurz erklärt

 

Schlaf

 

Schlaf ist ein Funktionszustand des Organismus, der sich mehrfach vom Wachen unterscheidet: Die elektrische Aktivität des Gehirns weist einen langsameren Grundrhythmus auf. Der Energieumsatz, die Atemfrequenz und der Puls sind reduziert. Das Immunsystem ist stärker aktiviert. So geschieht die Abwehr von Krankheitserregern und Krebszellen zu einem wesentlichen Teil während des Schlafs. Die Wahrnehmungsschwelle ist höher. Wir nehmen also im Schlaf viel weniger wahr. Äußere Reize reduzieren die Schlaftiefe. Starke äußere Reize können einen aufwecken.

 

Vor allem der von Träumen begleitete REM-Schlaf (REM: rapid eye movements) ist ein von intensivem bewusstem Erleben gekennzeichneter Funktionszustand. Im Vordergrund des Schlaferlebens stehen Vorstellungen in Form geträumter Bilder, Geräusche und Körperempfindungen sowie die dazu gehörenden Emotionen. Im REM-Schlaf, also während des Träumens, wird die Motorik vom Gehirn aktiv gebremst, damit wir die geträumten Bewegungen nicht ausagieren.

 

 

Der Schlaf verläuft in Phasen unterschiedlicher Tiefe. Der Anteil des Tiefschlafs ist zu Beginn höher und nimmt im Laufe des Schlafs ab. Im Schlaf tritt ungefähr alle 90 Minuten eine REM-Schlaf-Phase auf. Der REM Schlaf ist für das Lernen und die Verarbeitung von Erlebnissen von zentraler Bedeutung. Schlafentzug wird schon nach kurzer Zeit als existenziell bedrohlich erlebt.

 

Schlafmittel erleichtern das Ein- und Durchschlafen, reduzieren aber den Erholungswert des Schlafs und die Schlaftiefe.

  

 

intuitiv richtig – Psychologische Beratung

Dr. phil. Peter Flury-Kleubler, Psychologe FSP, Einzel- und Paarberatung, St. Gallen