Schlüsselbegriffe kurz erklärt

 

IBP

  

IBP ist ein auf dem Boden der humanistischen Psychologie von Jack Lee Rosenberg entwickelter körperbejahender Therapieansatz. Prägendes Merkmal ist die damit verbundene Lebensfreude. IBP steht für Integrative Body Psychotherapy, zu deutsch integrative Körperpsychotherapie. Markus Fischer hat IBP um neurowissenschaftliche Aspekte erweitert, namentlich Erkenntnisse aus der Stress- und Traumaforschung (vgl. Polyvagal-Theorie).

 

Zentrale Konzepte sind das IBP-Persönlichkeitsmodell, die Fragmentierung, Raum und Grenzen.

  

 

Das entwicklungstheoretisch begründete IBP-Persönlichkeitsmodell unterscheidet vier Schichten der Persönlichkeit:

 

Die Persönlichkeit besteht aus einem Kern (oder auch Kernselbst), der ab der Zeugung vorhanden ist und für eine gesunde Entwicklung darauf angewiesen ist, dass primäre Bezugspersonen die Grundbedürfnisse des Kindes erfüllen.

 

Um diesen Kern herum bildet sich eine erste Schale, das Ursprungsszenario, welches die frühen Grunderfahrungen des Kindes darstellt, die Erfüllung oder Missachtung seiner Grundbedürfnisse.

 

Weiter außen entsteht eine zweite Schale, der Charakterstil oder Schutzstil. Diese Schale besteht aus Schutzstrategien, um sich gegen weitere Verletzungen durch die Missachtung von Grundbedürfnissen zu schützen. Während diese Schutzstrategien in der Kindheit ursprünglich sinnvoll und lebenswichtig sind, wirken sie später auch in Situationen, in denen sie hinderlich sind.

 

Zuäußerst entwickeln viele Menschen eine weitere, Agency genannte, Schale. Agency ist ein Kompensationsmechanismus, der darauf ausgerichtet ist, durch eine reflexartige Ausrichtung auf andere Personen deren Anerkennung zu erlangen.

 

Das Persönlichkeitsmodell von IBP wird entsprechend seinem Aufbau auch als Schalenmodell bezeichnet.

 

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Dr. phil. Peter Flury-Kleubler, Psychologe FSP, Einzel- und Paarberatung, St. Gallen